William S Burroughs – Dub Album zum 100. Geburtstag

Samstag, 8. Februar 2014 von rhetor Keine Kommentare

William S Burroughs Stimme klingt rau und trocken. In ihrem Duktus messerscharf pointiert. Einmal gehört, brennt sie sich ins Hirn.

In diesem Jahr jährte sich sein Geburtstag zum 100 Mal. Nicht umsonst sind die Medien voll von Burroughs. Mir ist er erstmalig in der Biografie von Paul Bowles begegnet. Wie dieser lebte Burroughs in den 50er Jahren in der Interzone; ergo Tanger, Nordafrika. Bowles schildert Burroughs als irren Junkie, der in einem heruntergekommen Hotel vegetiert und an seinem Roman Naked Lunch arbeitet.

burroughs-in-dubDieser Roman, veröffentlicht 1959, wird zur Bibel der Hippies, Schwulenbewegung und Punks und bleibt bis heute letztlich auch durch seine Verfilmung 1991 das bekannteste Werk William S Burroughs`.

Tonaufnahmen von Burroughs

Burroughs lieh eine Reihe von Interpreten wie bspw. Laurie Anderson oder Bill Laswell seine Stimme. Ich kann mich auch an den Song „Millions of Images“ mit Gus van Zant auf dem Dubsampler „More Dub Infusions“ erinnern.
Nun haben die beiden Schweizer Dub Spencer & Trance Hilll sich mit Unterstützung der WilliamS Burroughs Foundation an eine posthumeHeldenverehrung im Geiste des Dubs gemacht.

Die beim Schreiben angewandte CutUp-Technik, wo Texte in kurzen Absätzen auf Zettel geschrieben werden, die dann neu oder bisweilen auch zufällig als Geschichte arrangiert werden, spiegelt sich in den Sounds wieder: Schwere Reggaegrooves treffen auf Elektroklänge und driften voll ab in die Dub-Gefilde.

Einfach mal reinhören in Williams S Burroughs in Dub.

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