Live im Einsatz: Xao Seffcheque und Peter Hein mit Family 5

Donnerstag, 15. September 2016 von rhetor Keine Kommentare

Warten, warten ist alles was ich höre… Eine Textzeile aus einem älteren Song von Family 5 beschreibt den Gemütszustand aller derer, die seit Jahren auf ein Wiedersehen mit Peter Heins Funk-, Soul-, Punk-Band hofften.

Gefühlt war es 2003, dass Family 5 zuletzt auf Tour waren. Seit Juli gibt es mit „Was zählt“ ein neues Album und gestern gab eine der unterschätztesten deutschen Kapellen eine fantastische Tourpremiere im Luxor zur Domstadt Köln.
Heute geht es weiter in Osnabrück und am Samstag sind sie in der Zeche Carl in Essen und am Sonntag im Badehaus Szimpla in Berlin zu Gast.

Den Anfang machten Sie mit „Du wärst so gern dabei“ und direkt danach folgte „Die kapieren nicht (Ran, Ran, Ran) aud denen das obige im Textzitat stammt.

Family 5 wurde Heimat für Peter Hein als der Erfolg des ersten Fehlfarben Albums „Monarchie und Alltag“ die Band überrollte und ihr stimmgewaltiger Leadsänger aus der Struktur nach dem Muster „erfolgreicher Rockstar“ ausbrechen wollte.
Kleine Nebenbemerkung am Rande: Am 10 Dezember werden Fehlfarben eben dieses bahnbrechende Album, mit dessen Erfolg sich Peter Hein längst versöhnt hat beim Düssledorfer Lieblingsplatte Festival im Zakk in Gänze aufführen. Wo auch Notwist, Mutter, Michael Rother (ex Neu) oder die Goldenen Zitronen ihre wichtigsten Alben präsentieren.

 Die Band family 5

Family 5 rockten das Luxor

Oftmals und häufig bei den Weihnachtsparties in der Zeche Buchen spielten Family 5 mit dem „Wahren Heino“ im Vorprogramm der frühen Toten Hosen, die wir damals schon nicht wirklich leiden mochten. Vielleicht kommt Peter Hein mit einem Cameo-Auftritt bei der nächsten Hosen Stadiontour dann auch mal in den zweifelhaften Genuss vor einer riesigen Zuhörerschar zu spielen.

Mitstreiter (oder andere Quellen sprechen gar vom Gründer der Family 5) und seit 1981 mit an Bord ist der Grazer Xao Seffcheque an der Gitarre.
Er verdient sein Lebensunterhalt als Drehbuchautor ironisch-profaner TV-Unterhaltung wie zum Beispiel einzelnen Folgen für den Fahnder, Tatort, Polizei Notruf 110 oder auch dem Manta Film von 1991.
Am Bass Captn Nuss in früheren Zeiten beim KFC aktiv.
Die knackigen Bläsersätze steuert die formidable Brasssection bei, deren Namen am Ende des Helden-Videos leider unverständlch blieben und aufgrund der wechselseitigen Geschichte der Band für mich leider nicht mehr nachvollziehbar sind.

Ähnlich verhält es sich mit dieser englisch gesungen Coverversion Town Called Malice, wobei Herr Hein nicht mehr sicher war von welcher Band er ursprünglich stammt: The Jam oder Procul Harum. Für ne Funk-Punk Band eigentlich ne komische Frage.

Der Abend war reich an Höhepunkten, die deutsche Version von Heroes bildete die Spitze

Mir gefiel gestern Abend am besten der „Stein des Anstosses“ . „Überstunden“ brachte die Düsseldorfer Posse vor mir zum kochen. Vermisst habe ich den „Langen Weg nach Derendorf“ und „Japaner in Düsseldorf“. Aber bis in die Zeit von Mittagspause (Quelle und Musikerpool für D.A.F. und Fehlfarben) mochte man doch nicht zurückgehen.

Zum Ende der ersten Zugabe gab es eine echten Höhepunt mit der veritablen deutsche Coverversion von David Bowies Heroes, bei der Peter Hein textlich sehr eng am Original bleibt.

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